Mein Tag unter-
den Alpakas

CC-BY/ Alpakahof Strange

Auf Entdeckungstour

CC-BY-DWL/Lia Limbach

Ich bin Lia und wer mich kennt, weiß wahrscheinlich, wie sehr ich Tiere liebe. Als ich während meiner Ausbildung bei der DümmerWeserLand Touristik von den geführten Alpakawanderungen gehört habe, war ich deshalb direkt Feuer und Flamme. Weil ganz zufällig auch noch Muttertag vor der Tür stand, schenkte ich meiner Mama völlig selbstlos einen Gutschein für eine Alpakawanderung. Um dieses unvergessliche Erlebnis geht es heute.

Die Anreise zum Alpakahof Strange dauerte von Diepholz aus gerade einmal 30 Minuten. Trotzdem war ich die ganze Fahrt über ziemlich aufgeregt. Als wir schließlich ankamen, war diese Aufregung aber sofort vergessen. Mit seinen bemoosten Dächern, den Blumen und der ruhigen Atmosphäre wirkte der Hof, als wäre die Zeit dort stehen geblieben (ein absoluter Urlaubstraum).

Begrüßt wurden wir herzlich von Isolde, die uns zunächst einige echt spannende Dinge über Alpakas und Lamas erzählte. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass beide Distanztiere sind und nicht gerne angefasst werden. Außerdem war schnell klar: Die Tiere werden nicht gestreichelt und Grasen ist während der Wanderung tabu.

Kurz darauf durften wir endlich unsere Begleiter kennenlernen: Henry, Stormie, Lancelot, Willow und Valentin. Und so lernte ich Henry kennen. Ein pechschwarzes Alpaka mit jeder Menge Unsinn im Kopf.

Angeführt wurde unsere Gruppe von dem wunderschönen Lama Mares, das uns heldenhaft vor allen in Deutschland heimischen Pumas und Schlangen beschützte ;-). Ihr wisst, man weiß schließlich nie, was an der nächsten Ecke lauert.

Die ersten paar hundert Meter verliefen noch völlig entspannt. Henry, als erstes Alpaka in der Reihe und direkt hinter Mares, machte seinen Job als „Mini-Beschützer“  wirklich vorbildlich. Doch dann wurde ihm das Ganze offenbar etwas zu langweilig und plötzlich war jeder Grashalm und jeder Strauch unfassbar interessant.

Aber nicht mit mir verehrter Herr. Also begann ein kleines Duell zwischen Henry und mir. Immer wieder versuchte er mit den kreativsten Tricks an einen Bissen Grün zu kommen. Mal bog er plötzlich Richtung Wiese ab, mal interessierte er sich verdächtig doll für einen tief hängenden Ast. Und was soll ich sagen 1:0 für mich.

Meine Mama hatte mit ihrem Alpaka Willow deutlich weniger Arbeit. Willow war die Ruhe selbst und legte lieber gemütliche Pausen ein, während ich weiterhin Henrys neueste Tricks durchkreuzen musste. Zurück auf dem Hof wartete bereits Hofkater Miepi auf uns, der direkt Streicheleinheiten eingefordert hat (einfach zuckersüß). Anschließend ließen wir den Vormittag bei Kaffee und Gebäck ausklingen.

CC-BY-SA/ Alpakahof Strange

Fazit: Für mich war die Alpakawanderung ein voller Erfolg. Vor allem wegen der vielen lustigen Momente dazwischen.

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