Meine Führung auf dem-
Erzbergwerk Damme

Spannendes zum bergbau erfahren

Bei dem Begriff Bergbau dachte ich sofort an das Ruhrgebiet… oder an die großen Tagebaustätten bei Leipzig oder Köln. Gut, jetzt habe ich auch nicht so viel Ahnung davon, wie manch anderer. Aus diesem Grund wollte ich mich mal näher mit dem Thema beschäftigen und suchte das Internet nach Vorschlägen ab. Dort las ich viel über die Geschichte des Bergbaus in Deutschland, was auch sehr spannend war, doch plötzlich stand da: „Am 1. Februar 1939 kam es zur Gründung der Bergrechtlichen Gewerkschaft Damme.“ Moment mal…Damme…unser Damme? Ja! Denn auch in Damme gab es vor einigen Jahren ein Erzbergwerk. Dieses und eine begleitende Ausstellung kann man heute besichtigen. Ich habe mich also sofort in unseren DümmerWeserLand Broschüren schlaugemacht und auf der Internetseite der Tourist Info Dammer Berge geguckt, wann eine Tour stattfindet und mich angemeldet. „Glück auf“ waren die ersten Worte des Gästeführers am Eingang des Bergwerkes. Er stand in der typischen Bergmannskleidung vor uns und begrüßte uns herzlich.

Wir machten uns sofort auf den Weg in die Ausstellung. Dort angekommen nahmen wir Platz und bekamen spannende Erläuterungen in die Geschichte des Bergwerkes und deren Arbeiter. Ihr wisst ja gar nicht wie groß dieses Erzvorkommen ist… bis unter den Dümmer… Ich war sehr erstaunt über das große Fachwissen, das wir vermittelt bekamen. Wie lange machten die Arbeiter Pause? Wie tief war der Stollen? Welche Unglücke gab es? Welche Förder- und Transportanlagen wurden gebaut? Das verrate ich jetzt natürlich nicht. Ihr sollt die Führung ja selbst einmal erleben. Nach tollen Filmaufnahmen aus der damaligen Zeit wurden wir durch die Ausstellung mit vielen Exponaten und großen Bildern aus der damaligen Zeit geführt. Mit viel Humor erklärte uns unser Gästeführer beispielsweise, warum die Schaufel „Weiberarsch“ genannt wurde. Die Stimmung war echt gut. Danach ging es in die alten Duschen der Kumpel, wo man noch originale Kleidung bestaunen konnte. Und dann wurde es spannend: Es ging hinunter in den Keller und in die Gänge, die die Kumpel vor ihrer Arbeit in Richtung Stollen abschritten. Dazu hallten die alten Gesänge und die Bergwerksgeräusche durch die kleinen und dunklen Gänge…sehr aufregend, aber auch ein wenig gruselig. Fest steht: mein Job wäre das nicht gewesen! Am Ende unserer Führung bot sich noch ein besonderes Highlight: Wir durften einen alten Förderturm des Bergwerkes besteigen und hatten eine phantastische Aussicht über die Dammer Berge. Besonderer Tipp: Die Führungen gibt es auch in Verbindung mit kulinarischen Highlights, wie einem Frühstück oder einem Grillbuffet. Wer jetzt noch nicht genug hat und sein Geschichtswissen weiter vertiefen möchte, der sollte unbedingt das Stadtmuseum Damme besuchen. Ich selbst wollte den Nachmittag nach einer so interessanten Tour noch in den Dammer Bergen verbringen und was bietet sich da mehr an, als der Dammer Bergsee (was dieser übrigens mit dem Bergwerk zu tun hat, erfahrt ihr in der Führung). Der liegt zum Glück gleich um die Ecke und so bin ich einfach durch den Wald dorthin gewandert. Den Dammer Bergsee empfand ich als ruhigen Erholungsort, da er schön im Wald gelegen, sehr märchenhaft rüberkommt. Es gibt dort viele Bänke und sogar einen Trimm-Dich-Pfad.

Kontakt:
Tourist-Information
Erholungsgebiet
Dammer Berge e.V.
Mühlenstrasse 12
49401 Damme
TEL. 0 54 91 / 99 66 67

www.dammer-berge.de

Mein Fazit: . Alles in allem habe ich mal wieder einen tollen Tag erlebt. Obwohl ich vorher nie geahnt hätte, dass der in dieser Form mit den Aktivitäten bei uns im DümmerWeserLand überhaupt möglich ist. Mal gucken, was ich demnächst noch so entdecke…

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