Mein Besuch im kleinsten
Kinoort Deutschlands

Eine Zeitreise in die 50er Jahre

Heute geht es für mich nach… Trommelwirbel… Quernheim. Ja, richtig gehört nach Quernheim in die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde. Quernheim, ein kleines Dorf mit rund 400 Einwohnern ist der kleinste Kinoort in ganz Deutschland (ziemlich cool, oder?). Übrigens: Die Lichtburg wurde 2018 in die Top Ten bei Deutschlands Lieblingskinos gewählt. Schon oft wollte ich dem Kino einen Besuch abstatten, bin aber leider nie dazu gekommen. Das möchte ich heute ändern! Das spannendste an diesem Kino ist neben der Größe auch die Ursprünglichkeit des Kinos. Das Kino lässt zwar unter anderem auch aktuelle Kinofilme laufen, aber die Inneneinrichtung mit goldenen Vorhängen vor der Leinwand, schönen Säulen und ein traditioneller Kino-Gong sprechen für das Beibehalten von Traditionen (was ich nebenbei gesagt wirklich klasse finde). Bereits beim Betreten des Kinos fiel mir der „retroartige“ Stil aus den 50er Jahren auf, den man von anderen Kinos sonst nicht gewöhnt ist. Finde ich aber gar nicht schlecht. Im Gegenteil: so hat die Lichtburg ihren ganz eigenen Wiedererkennungswert.

 

 

Apropos Wiedererkennungswert: die Lichtburg lässt „Retro-Herzen“ gleich noch schneller schlagen. Denn auch ein Kassenhäuschen, eine Rolle mit Abreißkarten, ein Drehteller fürs Wechselgeld, ein Guckfenster in der Glasscheibe im Kassenbereich und eine alte Preistafel begleiteten mich durch meine aufregende Zeitreise in die 1950er Jahre. Auch das Kinocafé der Lichtburg lädt mit Kinobildern zum Träumen und einer Kussecke mit den schönsten Küssen der Filmgeschichte zum Verweilen ein. Im Kino gibt es zwei Kinosäle. Im Kino 1 gibt es 180 Plätze und im Kino 2 gibt es 87 Plätze. Im Sommer findet außerdem noch ein Open-Air Kino hinter dem Park der Lichtburg statt. Gibt es etwas, was dieses Kino nicht hat? Ich habe mich super gefühlt, Sonderwünsche blieben nicht offen.

Das Kino ist aber auch für das Spielen außergewöhnlicher Filme bekannt, die man im normalen Fernsehen oder anderen Kinos sonst nicht zu sehen bekommt. Das sind zum Beispiel Filme wie „der Goldene Handschuh. Aber auch Kinofreunde dürfen sich angesprochen fühlen. Klassiker wie Mamma Mia und Neuerscheinungen in der deutschen Filmszene machen das Kino zu einem ganz besonderen Ort für Jung und Alt. Wirklich beeindruckend, dass dahinter ein Familiengeschäft steckt. Das Kino wurde 1952 von einem Tanzsaal in ein Kino umfunktioniert. Und das Ganze vom Vater des heutigen Betreibers, Karl-Heinz Meier. Auch beim Betreten des Kinos wird man nett von der Familie empfangen und fühlt sich sofort pudelwohl.

Gegen Ende des Filmes schlug der Hunger bei mir an. Da ich auf keinen Fall hungrig das Kino verlassen wollte, bestellte ich mir nebenan in der Gaststätte des Kinos noch ein Kotelett mit Kartoffelsalat und eine Fanta. Ich hatte nur Gutes von den legendären Koteletts gehört und war mir sicher, auch in dieser Hinsicht nicht enttäuscht zu werden. Und voilà, da war mein Essen, es sah super aus und war wie vermutet wirklich sehr lecker (Yummi…). Ein köstliches Essen und das alles zu moderaten Preisen, was will man mehr, oder? Gut gestärkt, ging es für mich dann wieder nach Hause.

Weitere Informationen:
Lichtburg Quernheim
Unter den Eichen 19 / 49448 Quernheim
05443 469

www.lichtburg.com

Mein Fazit: Das Kino Quernheim ist ein Erlebnis für sich. Ich würde es definitiv weiter empfehlen, da man das Gefühl hat, in die Welt der 50er Jahre „reingeschlüpft“ zu sein. Einfach mal Abschalten von der Welt außerhalb des Kinos, das tat gut.

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